

Die Eichsfelder freuen sich als Gastgeber auf den Tag der Niedersachsen und zugleich auf ihre Freunde aus den Nachbarregionen. Im Süden des Landes hat sich das einstige Zonenrandgebiet in eine Modellregion für das Zusammenwachsen verwandelt. Orte, wo sich Menschen wie am Rande der Welt fühlen mussten, sind heute die geografische Mitte des wiedervereinten Deutschlands. Die Länder Thüringen, Niedersachsen und Hessen haben hier auch mit Mitteln des Bundes und in Zusammenarbeit mit der in Duderstadt beheimateten Heinz Sielmann Stiftung ein Projekt gestartet, das den ehemaligen Todesstreifen in ein lang gestrecktes Naturschutzgebiet verwandelt: das Grüne Band.
Das so lange zweigeteilte Eichsfeld versteht sich heute wieder als „grenzenlose Region“. Damit ist eine Absage an jedes Ausgrenzen gemeint. Barrierefreie Unterkünfte und Freizeitangebote für Menschen mit Behinderung sind in den Tourismuskonzepten selbstverständlich.
Tradition und Zukunft, Ökonomie und Ökologie, Gemeinschaft und Individualität sind Gleichgewichtsfragen, die sich immer wieder anders stellen und unsere geistige Beweglichkeit herausfordern. Und wie steht es z. B. um die körperliche? Weil es so selbstverständlich erscheint, durch die Straßen zu spazieren oder mit den Fingern in der Speisekarte zu blättern, wird uns die Faszination der menschlichen Mobilität, des Gehens und Greifens, eher selten bewusst. Dabei ist sie ein sehr wichtiger Faktor für die Lebensqualität. In Duderstadt sind Sie eingeladen, in spielerischer Form Bewegungsfreude zu entfalten.
Wie Menschen trotz körperlicher Behinderung wieder Mobilität zurückgewinnen können, ist für unsere Gesellschaft ein wichtiges Zukunftsthema und eins von vielen Themen, die Ihnen beim Tag der Niedersachsen in Duderstadt begegnen werden.